Was am Single’s Day wirklich geschah: Hinter den Kulissen von Alibaba

Singles_Day_Alibaba_China

Viele von euch haben sicher mitbekommen, dass der chinesische Amazon-Rivale „Alibaba“ am Singles Day am 11. November einen neuen Umsatzrekord erwirtschaftet hat – nämlich fast über 30 Milliarden Dollar in 24 Stunden. Jede Menge unglaubliche Zahlen, Daten und Fakten schwirren durch das Internet. Doch das wirklich Unfassbare haben wir aus erster Hand erfahren, nämlich von einer Kollegin, die in China aktuell ein Praktikum absolviert. Fest steht, dass der weltweit größte Online-Schnäppchen-Tag im Vergleich zum Amazon Prime-Day nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist und sich für Chinesen wie Weihnachten, Geburtstag, Silvester und Ostern zusammen anfühlen muss. Rabatte von teilweise über 50 Prozent, sogar auch im stationären Handel, treiben die Chinesen in den Shopping-Wahn. Doch jetzt kommt‘s: Unsere Kollegin bestellte um 00:05 Uhr ein Paket, welches 34 Minuten später (!) geliefert wurde. Wie die Chinesen es schaffen, über eine Milliarde Pakete so schnell zu liefern? Dahinter steckt ein sehr, sehr smartes Logistiksystem: Kunden legen ihre gewünschten Produkte bereits ein paar Tage vor dem Kauf in den Einkaufswagen. Der Onlinehändler liest diese Daten aus, verpackt die Waren und schickt sie, obwohl noch nicht gekauft, an die nächst gelegene Lieferstelle des Kunden. Bestellt der Kunde dann schließlich, erhält das Verteilungszentrum die Nachricht, woraufhin sich ein Postbote auf ein Mofa setzt und die Pakete verteilt.

Einkaufswahn ist wirklich nicht übertrieben. Es gibt Chinesen, die für mehrere Stunden ununterbrochen shoppen und fast das Doppelte ihres Monatsgehalts ausgeben. Da wundert es uns auch nicht mehr, dass das Alibaba-Netz Sonntagnacht in den ersten zwei Minuten nach Mitternacht einen Umsatz von 1,27 Milliarden Euro machte!