Neues Targeting für Sponsored Product Ads als Beta-Version

Targeting für Sponsored Product Ads

Zwar verzögert sich der Release der neuen Bidding Controls, doch dafür wurde eine andere Veröffentlich vorgezogen: Einen Tag früher als erwartet sind ab sofort die neuen Targetingoptionen für Sponsored Product Ads möglich.

SPA_Ausrichtung

Die beste Nachricht für alle Seller: Nun sind sie auch im Stande, Product Display Ads-ähnliche Werbeanzeigen zu schalten. Die schlechte Nachricht für alle anderen: Es wird deutlich mehr Wettbewerb um die neu geschaffenen Werbeplätze (im Vergleich zu den Product Display Ads) herrschen, wodurch zwangsläufig auch die Klickpreise steigen.

Welche Targetingoptionen hat man nun als Advertiser?

Neben der bekannten Keywordausrichtung haben Werber nun die Möglichkeit, Werbekampagnen nach ASINs zu targeten. Dafür gibt man entweder, nach vorheriger Recherche, spezifische Produkte an oder wählt lediglich (Sub)Kategorien aus und lässt den Algorithmus entscheiden, welche ASINs angesteuert werden sollen. Für beide Optionen gibt Amazon aber zum Start bereits initiale Vorschläge, falls man nicht gewillt ist, selbst zu recherchieren. Wie gut diese sind, muss erst noch getestet werden. Auf den ersten Blick erscheinen die Vorschläge allerdings sinnvoll.
Sollte man sich für Letzteres entscheiden, sind zudem noch Feinjustierungen möglich. Die folgenden Einschränkungen in der Kategorie sind verfügbar:

  • Alle Marken, die als Filter in der Kategorie gelistet sind, können einzeln ausgewählt werden
  • Die Preisspanne (Mindestpreis und/oder Höchstpreis) kann bestimmt werden
  • Die Sternebewertung der Rezensionen kann festgelegt werden

SPA Ausrichtung

So kann man beispielsweise diverse ASINs der Kategorie Drogerie & Körperpflege/Nahrungsergänzung/Vitamine, Mineralien & Ergänzungsmittel anvisieren, die maximal eine 3-Sterne-Bewertung aufweisen können und mehr als 30€ kosten. Als kleines Extra zeigt Amazon die Produktanzahl an, die in die Auswahl der Feinjustierung fallen.

Wie auch im Keywordtargeting hat man hier den Vorteil, bestimmte Marken und/oder Produkte via Negative Match-Type auszuschließen. So kann man z. B. verhindern, dass Werbeanzeigen auf die eigene Marke ausgespielt werden, sollte die eigene Produktkategorie gewählt worden sein. Auch ein erster Unterschied zwischen Vendoren und Sellern konnte bereits festgestellt werden. Während Vendoren den Vorteil haben, diese Kampagnen kopieren zu können, müssen Seller neue Kampagnen neu erstellen.

Zum Schluss ist noch anzumerken, dass es sich bei der neuen Funktion um eine Beta-Version handelt. Es funktioniert noch nicht alles perfekt und nicht jede Erkenntnis und Aussage sollten auf die Goldwaage gelegt werden. Zudem ist davon auszugehen, dass die Werbeplätze der Product Display Ads mittelfristig an die Sponsored Product Ads übergehen werden. Möge der Kampf um die Werbeplätze beginnen!

Wir beschäftigten uns natürlich weiterhin mit dem Thema und werden weitere, tiefergehende Erkenntnisse in der nächsten Zeit auf unserem Blog veröffentlichen.