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Das wollen Kunden sehen: 5 Schritte für perfekte Amazon Produktbilder

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Werden Online-Käufer nach ihrer Meinung gefragt, sind für etwa zwei Drittel (neben einer aussagekräftigen Produktbeschreibung) ansprechende Produkt-Bilder der ausschlaggebende Impuls, den Kauf-Button zu betätigen. Und seien wir doch einmal ehrlich: Wenn uns die Bildwelt eines Produktes nicht anspricht, wollen wir es auch nicht haben.

Produktbilder sind das Aushängeschild eines jeden Händlers auf dem Amazon Marktplatz. Ihre Visitenkarte. Sie sind es, die Kunden zum Click-Through verführen. Sie sind es, die einen ersten Eindruck verschaffen und von der Seriosität und der Qualität des Shops überzeugen. Und sie sind es auch, die wegen der gesteigerten Conversion Rate das Ranking und damit auch die Produktperformance signifikant verbessern.

Doch was müssen gute Amazon Produktbilder mitbringen, um aus Interessenten Kunden zu machen? Diese 5 Tipps zeigen, worauf besonderer Wert gelegt werden muss.

1. Amazon Hauptbild: Der Lockvogel

Dass hier unbedingt die Guidelines von Amazon berücksichtigt werden müssen, ist kein Geheimnis. Pflicht ist ein komplett freigestelltes und mindestens zu 80% die Bildfläche füllendes Produkt vor reinweißem Hintergrund – ohne mitgeliefertes Zubehör. Nichts darf die Aufmerksamkeit vom Verkaufsartikel selbst ablenken. Wird es dann auch noch mit dem EAR-Prinzip dargestellt (Easy, Advantageous, Recognizable) und zeigt sich von seiner Schokoladenseite, sind hohe Klickraten fast sicher.

Click-Tipp: Zoom-Faktor! Je mehr Details über das Hauptbild sichtbar sind, also ob und wenn ja wie nahe herangezoomt werden kann, desto attraktiver wirkt das Produkt.

2. Digitales Anfassen: Die Auswahl der richtigen Bilder

Weil das Hauptbild auf das Wesentliche reduziert wird, kommt es bei den maximal 7 weiteren Produktbildern auf die emotionale Aufladung des Verkaufsartikels an. Von allen Seiten wollen wir es sehen! Je mehr Details, mögliche Verwendungszwecke und Mood-Bilder (unbedingt den zugehörigen Lifestyle vermitteln!)  transportiert werden, desto besser. Schließlich soll es möglich gemacht werden, die Haptik, also das Anfassen selbst, zu ersetzen – was übrigens letztendlich auch die Retourenquote reduzieren kann.

Click-Tipp: Größenverhältnis integrieren. Kreative(re) Alternativen zur Amazon-Vorlage kommen garantiert besser.

3. Alles andere als Stillstand: Her mit Bewegtbild!

Social-Media-Kanäle wie Facebook und Instagram haben es vorgemacht: Statische Bilder sind nett, aber wer den User wirklich ansprechen will, setzt auf Videos, GIFs und andere Bewegt-Formate. Das gilt natürlich auch für den E-Commerce. Gerade weil das Produkt mit all seinen Features viel schneller und aufschlussreicher erklärt wird, überrascht es nicht, dass die Bindung des Kunden an das Produkt deutlich intensiviert wird. Übrigens auch an die Person, die das Produkt präsentiert und erklärt. Und selbstverständlich auch zur Marke.

Click-Tipp: Kooperationen mit Influencern aller Kanäle können ein Absatz-Kicker sein. Educate the customer – Hintergründe und Stories zum Produkt sollten oberste Priorität haben!

4. Must-have: Enhanced Brand Content (EBC) / A+-Seiten

Seller und Vendoren haben über klassische Produktdetailseiten leider wenig Spielraum, potenziellen Käufern die Corporate Identity – also den eigenen Stil – zu vermitteln. Üblicherweise entscheidet diese nämlich über den Aufbau einer Bindung an Produkt und Marke und damit die Konvertierung vom Prospect zum Käufer. Umso interessanter und bedeutender ist die Integration von EBC und A+. Auch, weil A+ von Google & Co. indexiert wird und so der Traffic maßgeblich gesteigert werden kann.

Die Einbindung von professionellem Bildmaterial der Unternehmenswebsite, von Instagram, YouTube und weiteren Kanälen verspricht eine gesteigerte Attraktivität, Authentizität und die Generierung eines Mehrwerts, da gezielt Produktinformationen, Features oder Hinweise zur Ver-/Anwendung hervorgehoben werden können, die bei klassischen Produktdetailseiten eventuell unberücksichtigt blieben.

Click-Tipp: Triggert den Besucher insbesondere bei Produkten, die erklärungbedürftig sind.

5. Eine Sache der Haltung: Don’ts

Das umfangreiche Reglement rund um die Bildwelten auf dem Marktplatz wird von so manchem Händler gemeinhin ignoriert. Bisher ohne Konsequenzen. Doch wie weit geht die eigene Risikotoleranz? Fest steht immerhin, dass keinesfalls beim Hauptbild geschummelt werden darf. Für Mood-Bilder gilt, dass Hintergründe besser dezent gehalten werden, um die Aufmerksamkeit nicht vom Produkt wegzulenken. Lieber mit Andeutungen spielen als sich in allzu vielen Details zu verlieren. Auch Aufnahmen mit dem Smartphone sind grundsätzlich inakzeptabel – selbst wenn des Öfteren behauptet wird, dass diese hinsichtlich der Conversion besser performen können.

Click-Tipp: Insbesondere für Seller, die gerade erst ihr Business aufnehmen und Neuprodukte testen wollen oder bei grundsätzlich limitiertem Budget, bietet es sich an, für die ersten Amazon Produktbilder selbst Hand anzulegen. Übung macht den Meister. Wie? Mit dem nötigen Equipment und einem selbst gebastelten Fotostudio.

Sie wünschen mehr Informationen zu perfekten Amazon-Bildern? Dann hätten wir da eine Idee.