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Amazon News: Von Künstlicher Intelligenz, Kündigungen und Kontensperrungen

Künstliche Intelligenz

Die letzte Woche bescherte uns viele schöne Sonnenstunden – und auch im Amazon Business ging es heiß her. Abgesehen von Trumps Forderung, die Kosten für die Amazon Paketzustellung mit USPS zu verdoppeln, durften wir außerdem erfahren, warum Mitarbeiter einen Haufen Geld bekommen, wenn sie beim Online Händler kündigen. In der Kritik stand Amazon außerdem wegen seiner künstlichen Intelligenz Software „Rekognition“. Und wem es im Büro zu warm ist, der nimmt sich jetzt am besten eine kurze Pause und liest unsere 18. ameo weekly Ausgabe!

Amazon News – No. 1

Dass Donald Trump kein Fan von Jeff Bezos ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Bereits vor Wochen schimpfte der US-Präsident, Amazon schade mit seinen viel zu günstigen Zustellungen der amerikanischen Post USPS massiv (wir berichteten). Auch, wenn selbst die Leiterin der Postbehörde, Megan Brennan, die Lieferungen von Amazon als wichtige Einnahmequelle bezeichnete. Trump stattdessen fordert die Anhebung für die Paketzustellung des Marktplatzes auf das Doppelte. Wie lange Brennan diesem Drängen noch standhalten kann, bleibt abzuwarten. Schließlich hat der US-Präsident bereits im April eine „Executive Order“ unterschrieben, die eine Regierungsprüfung der finanziellen Lage des USPS veranlassen soll. Ob Amazon damit zu weiteren Anbietern wie FedEx oder UPS abweichen wird und wie das Spiel weitergeht, werden wir natürlich gespannt verfolgen.

Quelle: Stern

Amazon News – No. 2

Verhält sich ein Kunde untypisch, schließt Amazon sein Konto. Schon in den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte von Kundenkonten, die ohne Vorwarnung und plausible Begründung gesperrt worden seien. Laut James Thomson, ehemaliger Amazon-Senior Manager, sind Kunden mit konsequent außer der Norm liegendem Verhalten auf dem Online Marktplatz nicht gewünscht. Ein Beispiel: Ein Produkt wird in 99 % aller Fälle aufgrund von Nichtgefallen zurückgesendet. Ein bestimmter Kunde hingegen gibt an, er habe die Sendung nicht erhalten. Hier schließt Amazon auf untypisches Verhalten. Offiziell hält sich der Online-Händler mit den Gründen für Kontensperrungen zurück – Datenschutz lässt grüßen. Ob Kunden gegen die allgemeinen Nutzungsbedingungen verstoßen, für Amazon die Zahl an Rücksendungen einfach zu hoch ist oder die Zufriedenheit aller Kunden geschützt werden soll: Der ausschlaggebende Grund für die Schließung bleibt unklar.

Quelle: Amazon Watchblog

Amazon News – No. 3

Klingt merkwürdig, ist aber wahr: Amazon zahlt seinen Mitarbeitern je nach Betriebszugehörigkeit bis zu 5000 Dollar, wenn sie das Unternehmen verlassen. Einzige Bedingung: Sie dürfen sich anschließend nie wieder bei Amazon bewerben. Einmal im Jahr unterbreitet der Online-Riese dieses ungewöhnliche Angebot. Doch was steckt dahinter? Amazon-Chef Jeff Bezos ginge es nicht darum, Leute loszuwerden – im Gegenteil. Er wolle seine Mitarbeiter ermutigen, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um zu überlegen, was sie wirklich wollen. Er möchte, dass bei Amazon Menschen arbeiten, die dort auch wirklich sein wollen. Die Strategie geht auf. Das Programm steigere das Engagement der Mitarbeiter und sei langfristig geldsparend – trotz der Kosten, die für die Mitarbeitersuche und Einarbeitung anfallen. Die Arbeitnehmer seien engagierter, produktiver und so auch für Amazon ein Gewinn. Unmotivierte Mitarbeiter hingegen kosten Unternehmen enorme Summen.

Quelle: W&V

Amazon News – No. 4

Seit knapp zwei Jahren verkauft Amazon in den USA eine künstliche Intelligenz-Software zur Gesichtserkennung an die Polizei. Das Programm „Rekognition“ hat Zugriff auf die Datenbanken, die die Polizisten für sie auswählen. Dazu gehören nicht nur die Register von Straftätern, sondern auch Führerschein- und Ausweisfotos unbescholtener Bürger. Aus diesem Grund steht der Online-Händler zunehmend in der Kritik. Mehrere US-Bürgerrechtsorganisationen befürchten, dass mithilfe des Programms eine Art Überwachungsstaat aufgebaut werden könnte. Sie appellieren an Konzernchef Jeff Bezos, die staatliche Überwachung nicht zu unterstützen. Amazon selbst preist die präzise Verbrechensprävention an und erläutert, dass die Zeit, in der Verdächtige identifiziert wurden, von Tagen auf Minuten gesenkt werden konnte. Das Programm könne zudem auch bei der Vermissten-Suche eingesetzt werden. Im Werben für seine Gesichtserkennung geht Amazon jedoch nicht näher auf die mögliche Nutzung durch Behörden, wie die Polizei, ein.

Quelle: Süddeutsche, Tagesschau

Amazon News – No. 5

Amazon startet einen neuen Appstore – nur für seine Händler. In seinem „Marketplace Appstore“ stellt Amazon Apps von Drittanbietern vor. Diese sollen Händler in allen möglichen Bereichen, wie beispielsweise der Preisgestaltung oder dem Schalten von Werbung, unterstützen. Die Beta Version des Appstores steht bereits für US-Händler zur Verfügung. Die Erstellung der Apps erfolgt dabei über die bereits bekannten Amazon Marketplace Webservices. Um sich für den Store zu qualifizieren, müssen Entwickler eine Anfrage an Amazon schicken. Ein Teilnahmekriterium dabei ist jedoch, dass sie bereits mindestens eine existierende App, die von Amazon-Händlern genutzt wird, erstellt haben.

Quelle: Amazon Watchblog

Unser Amazon Lieblingsprodukt

Wir wollen uns ja nicht über das gute Wetter beschweren! Falls dem ein oder anderen die Hitze jedoch nicht gut bekommt, der kann hiermit im Büro einen kühlen Kopf bewahren…

 

Die 19. Ausgabe amazon weekly erscheint Anfang kommender Woche.