So geht es Amazon: Rekordumsatz in 2018 und schlechtere Prognosen für 2019

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Der weltweit größte Online-Marktplatz Amazon machte 2018 im Vergleich zum Vorjahr 20 Prozent mehr Umsatz, insgesamt 72,4 Milliarden US-Dollar. Grund dafür sind boomende Cloud-Services und ein starkes Weihnachtsgeschäft.

Mit einem Nettogewinn von knapp 3 Milliarden US-Dollar kann sich Konzern-Chef Jeff Bezos bereits das dritte Quartal in Folge über ein Rekordergebnis freuen. Während Amazon besonders rund um die Weihnachtszeit vorrangig in Nordamerika kräftig einkassierte, lief es international, speziell in Indien, nicht wie gewünscht, denn dort erschweren neue Auflagen die Expansion.

Web-Plattform AWS erhöhte Einnahmen um 45 Prozent

Zu verdanken ist der Rekord u.a. dem profitablen Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Netz. Amazons Flaggschiff, die Web-Plattform AWS, die Cloud-Services an Firmen verkauft, erhöhte die Einnahmen um 45 Prozent auf 7,4 Milliarden US-Dollar. Doch Anleger sind gar nicht so happy. Die Amazon-Aktie geriet nachbörslich ins Minus und büßte zeitweise mehr als fünf Prozent ein. Finanzchef Brian Olsavsky stellte Anleger sogar auf höhere Ausgaben ein.

Was bringt 2019?

Für das erste Quartal rechnet der Internetriese mit einem Gewinn zwischen 2,3 Milliarden und 3,3 Milliarden US-Dollar. Geschätzte Erlöse zwischen 56 Milliarden und 60 Milliarden US-Dollar würden ein schwächeres Wachstum als zuletzt, und weniger als am Markt erwartet, ergeben.

Übrigens: Bezos lobte den Erfolg seiner Alexa-Geräte in 2018. Auf Amazon habe sich der Mini-Lautsprecher Echo Dot im Weihnachtsgeschäft weltweit am besten verkauft.